Im Folgenden möchten wir Sie über die wesentlichen Erkrankungen im Bereich der Lungenheilkunde informieren. Die Auflistung erfolgt dabei in alphabetischer Reihenfolge:


Asthma bronchiale
nennt man die anfallsartige Luftnot, welche in aller Regel durch äußere allergisierende oder schädigende  Einflüsse vermittelt wird. Je nach Ausprägung wird dieses bei Bedarf oder dauerhaft mit Sprays oder Tabletten behandelt.

Bronchialkarzinome (Lungenkrebs)
sind bösartige Erkrankungen der Lunge, des Rippen- oder Brustfells. Eine rasche Diagnostik unter anderem mittels Computertomographie und Bronchoskopie sind entscheidend für das weitere Überleben. Auf diesem Weg wird das Ausmaß der Erkrankung und die feingewebliche Zuordnung der Krebsart erreicht. Dadurch bestimmt sich die Behandlung des Krebses über neue Biologika. Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation oder eine Kombination aus diesen drei Therapieverfahren.

Chronische Bronchitis (COPD) und Lungenüberblähung (Emphysem)
Hierbei handelt es sich um eine Volkskrankheit, welche in vielen Fällen durch eine jahrzehntelange Zigarettenrauchbelastung der Atemwege oder Belastung durch Umweltverschmutzung bedingt ist. Dadurch kommt es zu einer chronischen Entzündung mit Verengung der Atemwege und Überblähung sowie Strukturverlust („entlaubter Baum“) der Lunge.
Die Hauptsymptome sind Husten und Luftnot verschieden starker Ausprägung. Bei fortgeschrittener Erkrankung können die Langzeitsauerstoff-Therapie und die Heimbeatmung erforderlich werden.

Lungenfibrose
Die Lungenfibrose ist eine Erkrankung des Lungengewebes, bei welcher die Atemwege selbst nicht betroffen sind. Durch zum Beispiel autoimmunologische Prozesse, Verstrahlung, äußere Einflüsse oder auch „idiopathisch“ kommt es zu einer „Vernarbung“ des Lungengewebes. Erste neue Therapieverfahren gegen die Lungenfibrose konnten in letzter Zeit entwickelt werden, viele neue Ansätze werden gegenwärtig in klinischen Studien getestet.
Die Hauptsymptome sind Husten und Luftnot verschieden starker Ausprägung. Bei fortgeschrittener Erkrankung kann die Langzeitsauerstoff-Therapie und die Heimbeatmung erforderlich werden, im Endstadium eine Lungentransplantation.

Mukoviszidose
ist die häufigste unheilbare angeborene Stoffwechselerkrankung. Im Vordergrund stehen die zunehmende Zerstörung der Bronchien und des Lungengewebes, welche intensive Therapiemaßnahmen erfordern. Früher starben diese Patienten im Kindesalter, durch verbesserte Therapien haben Patienten mit Mukoviszidose eine längere Lebensdauer.

Pneumonie (Lungenentzündung) und Akutes Lungenversagen
Mit diesen Begriffen werden die Entzündungen des Lungengewebes oder der Atemwege durch Viren oder Bakterien in verschiedenen Ausprägungsgraden beschrieben. Bei dem akuten Lungenversagen handelt es sich um eine schwerste Lungenentzündung beider Lungenflügel, welche mittels Beatmungstherapie auf der Intensivstation behandelt werden muss.

Pulmonale Hypertonie (Bluthochdruck der Lunge)
Der Bluthochdruck in der Lunge kann alleine oder als Folge anderer Lungenkrankheiten auftreten und fällt meist zunächst durch Luftnot der Betroffenen unter körperlicher Belastung auf. Dabei handelt es sich um eine Verengung der Lungengefäße, deren Erforschung erst in den letzten Jahren zu effektiven Therapien geführt hat, die wesentlich im Lungenzentrum in Gießen entwickelt wurden. Bis dahin ist eine Vielzahl der Erkrankten an einem Versagen des rechten Herzens gestorben. Zentrale Untersuchungsmethode der pulmonalen Hypertonie ist der Rechtsherzkatheter.

Schlaf-Apnoe
Die Schlaf-Apnoe ist eine Atemstörung während des Schlafes. Durch Atempausen unterschiedlicher Länge kommt es zu einem Schlaf mit nur unzureichender Erholung während der Nacht. Mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Mattigkeit und vieles mehr. Die Medizinische Klinik II bietet den Patienten eine Vortest-Untersuchung an. Sollten sich dabei krankhafte Befunde zeigen, überstellen wir unsere Patienten zur definitiven Abklärung in das angeschlossene Schlaflabor. Dort erfolgt dann auch die Einstellung einer nächtlichen Heimbeatmung.

Tuberkulose
Die Tuberkulose ist eine auf der ganzen Welt verbreitete Infektionskrankheit, die vorwiegend die Lunge befällt. Die Diagnose der Krankheit gelingt in der Regel nach einer Computertomographie und Bronchoskopie. Nach der Diagnose muss der Patient in der Regel über Monate eine Kombination mehrerer Antibiotika bis zum Erlöschen der Krankheitssymptome einnehmen.